Was ist Getreide?
Die sieben Getreidearten Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Hirse, Reis und Mais haben eines gemeinsam. Das ist die Ähnlichkeit ihres Korns. Dieser besteht aus einer Schale, einem Mehlkörper und dem Keimling. Das Korn enthält sehr viel Stärke, das heißt Kohlenhydrate, aber auch Eiweiß, Mineralien, Ballaststoffe, Vitamine und essentielle Aminosäuren, aber wenig Fett.
Während im Mehlkörper die Kohlenhydrate stecken, enthalten die Schale und der Keimling die wertvollen Inhaltsstoffe. Nutzen wir Weißmehl oder polierten Reis, verzichten wir auf Mineralien, Vitamine und Co.
Kann der Hund Stärke verdauen?
Der Hund lebt seit 15.000 bis 30.000 Jahren beim Menschen. Seit ca. 10.000 Jahren nutzt der Mensch Getreide als Nahrung. Der Hund hat sich während dieser Zeit an stärkehaltige, also kohlenhydratreiche Nahrung gewöhnt. Die Bauchspeicheldrüse des Hundes kann, ähnlich wie beim Menschen, Amylase herstellen, die Kohlenhydrate aufspaltet, so dass sie für den Organismus genutzt werden können.
Auch der Wolf frisst ab und an pflanzlich. Allerdings kann er Stärke nicht so gut verwerten wie der Hund. Erik Axelsson hat hierzu 2013 einen wissenschaftlichen Beitrag veröffentlicht, in dem er das Forschungsergebnis veröffentlicht. Die schwedischen Forscher haben das vollständige Genom von 12 Wölfen mit dem von 60 Hunden verschiedener Rassen verglichen. Sie haben dabei Erbgutabschnitte gefunden, die es den Hunden ermöglichen, Stärke besser und schneller zu verdauen.
Was spricht gegen Stärke?
Stärke muss erschlossen werden, damit der Hund sie verdauen kann. Die Stärke im Mehlkörper steckt in kleinen Körnchen, die von einer Schutzhülle von Cellulose umschlossen sind (Granula). In dieser Form kann der Hund die Stärke nicht verdauen. Es könnte zu Verdauungsproblemen im Darm kommen. Die Schutzhülle muss aufgebrochen werden. Das passiert durch Erhitzen oder durch Walzen.
So hat zum Beispiel roher Reis eine Vertraulichkeit von 0%, der sehr weich gekochte Reis eine Vertraulichkeit von 100%.
Haferflocken sind gewalzt. Sie haben roh eine Vertraulichkeit von 94%, erhitzt eine Vertraulichkeit von 96%. Sie sind also roh sehr gut einsetzbar.
Was spricht gegen Gluten?
Gluten ist das Hauptspeicherprotein von Getreide. Es kommt in Weizen und dessen Unterarten, in Hafer, in Gerste und Roggen vor. Glutenfreie Getreide sind Reis, Mais und Hirse.
Beim Irish Setter kommt häufig eine Glutenunverträglichkeit mit den typischen Verdauungsbeschwerden vor. Sie scheint rassenspezifisch vererbt zu werden.
Auch der Border Terrier reagiert auf glutenhaltige Nahrung. Diese äußert sich in Form von Anfällen.
Aber auch andere Rassen können mit Symptomen einer Unverträglichkeit reagieren. Bei dem unter „Weiterführende Links“ aufgeführten Labortest waren 24 von 126 untersuchten Hunden auffällig.
Verträgt der Hund aber Gluten, sind zum Beispiel Haferflocken sehr gut geeignet, der Fleischmahlzeit zugefügt zu werden. Reagiert der Hund auf Gluten, können Reis, Mais, Hirse verwendet werden.
Fazit
Nimmt der Hund aufgeschlossenes Getreide an und verträgt er es, runden diese die täglichen Portionen ab, in dem sie Energie und Nährstoffe liefern.







